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Geschichte studieren und dann?

04.11.2011, von Lidia

Geschichte zu studieren, hat ähnlich, wie Germanistik und Soziologie den Ruf, dass man nach seinem Abschluss keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Es erscheint als brotlose Kunst. Doch das Gegenteil ist der Fall. Zum einen bringt es immer einen Vorteil im Berufsleben, wenn man überhaupt studiert hat. Historiker und Historikerinnen eigenen sich während ihres Studiums verschiedenste Fähigkeiten an, womit ihnen später unterschiedlichste Beschäftigungen offen stehen. Sie lernen die eigenständige thematische Recherche, Quelleninterpretation und schwierige und komplexe Zusammenhänge plausibel und begreiflich darzustellen. Wer sich während des Studiums zusätzliche Sprach- und Wirtschaftskenntnisse aneignet und erfolgreiche Praktika absolviert, der findet nach dem Studium garantiert einen Job in der Forschung und Lehre, bei den Medien oder einem Verlag, in Archiven, Museen und Bibliotheken oder in einer öffentlichen Behörde. Aber auch die Arbeit beim Denkmalschutz oder bei Fernseh- und Rundfunkanstalten kommt in Frage. Darüber hinaus stellen auch Marketingabteilungen und Unternehmensberatungen aller Bereiche Historiker und Historikerinnen ein. Eine Arbeit in der Politik ist ebenfalls nicht ausgeschlossen. Geschichte kann man auch auf Lehramt studieren und Lehrer und Lehrerinnen jedes Fachs sind nach wie vor sehr gefragt. Oftmals erfolgt der Berufsstart über eine Teilzeitstelle. Daher ist es besonders wichtig, bereits während des Studiums genau zu wissen, welchen beruflichen Werdegang man später einschlagen möchte. Es empfiehlt sich Kontakte zu potenziellen späteren Arbeitgebern schon früh zu pflegen. Wer wirklich ein großes Interesse am Geschichtsstudium mitbringt, sollte diesen Schritt auch gehen. Es bringt niemandem Punkte, ein Studienfach nur zu studieren, weil man glaubt später damit eine sichere Anstellung zu finden. Zum einen wird einem das Studium dann nicht viel Spaß bringen und zum anderen merkt meist auch ein späterer Arbeitgeber sehr, dass einem das Fach nicht wirklich liegt. Wie andere geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer eignet man sich auch im Geschichtsstudium Fertigkeiten und Fähigkeiten an, die allen Berufszweigen von großer Bedeutung sind. Wer weiß was er will und die Augen offen hält, findet im großer Sicherheit nach dem Studium auch einen qualifizierten Beruf, der einem Freude macht.

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